Jahreszeit
Herbst
Temperatur
9° - 18°
Witterung
unstet: leichter Regen
Tageszeit (Rpg)
Vormittags



November '13

#ACHTUNG!
Die Animas ziehen um!
für weitere Informationen lest
am schwarzen Brett nach.

Damian


#41

RE: Darkness of white - Lucia / Haru

in Zweier RPGs 29.09.2013 15:39
von Haru • Zweitchara von Damian | 97 Beiträge

Wollte sie ihn nicht mit hinein bitten? Wollte sie, dass er wirklich ging? Anscheinend. Haru dachte sich nichts dabei. Vielleicht war sie müde. Vielleicht, wollte sie ein wenig allein sein.
"Behalt ihn. Er ist ein Geschenk. Keine Leihgabe." Meinte er und lächelte kurz bevor seine Miene wieder weltentrückt wurde.
"Ich hoffe ich finde wieder her." Seine Füße würden ihn schon nicht verraten. Oder?
Er drehte sich um und ging los. Er lief einfach. Drehte sich nur noch einmal um, als er schon fast um eine Ecke gebogen war und hob die Hand noch einmal zum Gruße. Sie wollte nur alleine sein. Sie war müde. Er war schon ein ganzes Stück gegangen als da diese kleine, verräterische Stimme in seinem Kopf brummte. Eine Stimme, die er zum letzten Mal vor vier Jahren gehört hatte. Vor vier Jahren, als Damian mit Farbe an den Händen da gestanden hatte.
Wieso sollte sie müde sein? Und wieder, wie damals versuchte Haru sie zu überhören.
Sie hatte den ganzen Tag geschlafen! Warum soltle sie müde sein? Wieso nicht? Er war nach dem Essen auch oft müde.
Aber sie hat kaum etwas gegessen. Und wirkte sie müde? Nein. Das hatte sie nicht. Aber dann wollte sie eben etwas alleine sein. Das braucht doch jeder mal, oder?
Ist das so? Kannst du denn alleine sein? Fühlst du dich dann wohl? Nein. Haru mochte es nicht. Aber er war ja auch nicht das Maß aller Dinge. Und dann sagte die Stimme etwas, dass ihn anhalten ließ.
Sie schien ihr Leben lang allein gewesen zu sein. Meinst du sie sehnt sich so schnell danach zurück?
Nein.
Nein.
Nein. Er hatte es in ihren Augen gesehen. Sie wollte nicht alleine sein.
Also. Warum will sie dann das du gehst? Warum?
Haru begann zu zittern. Warum hatte sie ihn nicht mit hinein gebeten? Warum?!
Weil sie dich Leid ist. Hauchte die Stimme mit seltsamen Hass. Wer braucht schon jemanden unnützes und dummes wie dich?
Er war nicht dumm. Er war nicht unnütz.
Deine Eltern haben es nicht mit dir ausgehalten, Damian hat es nicht mit dir ausgehalten, und Lucia...
"HALT DEN MUND!"
Neben ihm schrie ein Pärchen erschrocken auf und beschleunigte ihren Schritt um von ihm fort zu kommen.
"Hör auf..."
Seine Stimme klang kläglich.
Du glaubst das nicht? Was dann, hat sie dazu gebracht?
Haru hob den Kopf. Warum sonst? Und dann brannte etwas in seiner Brust. Wie eine dunkle Vorahnung saß ihm etwas hinter den Rippen und kratzte. Was wenn ihr etwas zustoßen würde?
Er drehte sich um und lief los. Doch....von wo war er gekommen?


Gestaltwandler Animas -+- Schwarzer Panther -+- Haus X


"Mystery..."

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#42

RE: Darkness of white - Lucia / Haru

in Zweier RPGs 04.10.2013 17:57
von Lucia • Neuer Nachbar | 51 Beiträge

Er ging ohne großen Abschied. Lucia musste zugeben, dass sie etwas anderes erwartet hatte.
Er sagte ihr, dass sie den Mantel behalten konnte und dass er hoffte, sie wiederzufinden, und dann drehte er sich und ging davon. Lucia atmete tief und langsam ein und zog den Gürtel um ihre Taille ein bisschen enger.
Eigentlich war es doch absehbar, sagte sie sich. Die Welt hatte sich nicht verändert nach einem Tag mit Haru, und sie musste sich jetzt auch nicht einbilden, dass es sich anfühlte, als hätte es sie tiefer aufgerührt als es tatsächlich der Fall war.
Haru drehte sich am Ende der Straße noch mal um zu ihr und hob die Hand zum Gruß und Lucia winkte mit einem schmalen Lächeln zurück. Mehr konnte sie nicht aufbringen im Moment. Dann rieb sie sich die Arme, drehte sich um und verschwand selbst im Treppenhaus. Das Licht war gelb und trüb, und Lucia fragte sich für einen Herzschlag oder vielleicht auch zwei, warum sie unbedingt so schnell wieder hierher zurück wollte. Hier gab es niemanden, der auf sie wartete. Es wäre niemandem aufgefallen, wenn sie noch ein bisschen länger weggeblieben wäre.
Ein Schauer lief ihr über den Rücken und jeder Atemzug fühlte sich an, als hätte sie vorher ein bisschen zu lange die Luft angehalten.
Sie lauschte ins Treppenhaus hinein, um sicherzugehen, dass niemand unterwegs war. Sie wohnten im zweiten Stock – hoch genug, dass niemand einfach ins Fenster hineinschauen konnte, aber ohne einen zu langen Weg, auf dem Lucia im Falle des Falles nicht ausweichen konnte. Jetzt war es still und Lucia nutzte die Gelegenheit, in ihre Wohnung zu huschen. Die Stufen knarrten unter ihren Füßen und sie ließ beinah die Schlüssel fallen, als sie versuchte, ihn ins Schloss zu schieben. Die Tür schlug hinter ihr zu, dass es in ihren Fingerspitzen vibrierte. Dann war alles still und vor ihr erstreckte sich die dunkle Wohnung.
Hierhin wollte sie also zurück. In dieses… Gefängnis.
Sie hatte oft daran gedacht, einfach zu verschwinden und irgendwo ein neues Leben anzufangen. Sie hatte nie genau gewusst, wo. Irgendwo war das konkreteste, das sie sich vorzustellen gewagt hatte. Ein paar mal war sie auch nur einen Schritt davon entfernt gewesen, diesen Weg einzuschlagen. Aber sie war diesen Weg nie gegangen. Vater hatte sein Leben aufgegeben, um bei ihr zu sein. Sie hatte nicht einfach ihr eigenes Leben über Vaters Leben stellen können. Seither war es, als hätte sie eine Fußfessel, die sie effektiv davon abhielt, auch nur einen Schritt zu weit fortzugehen.
Mit einem Seufzen ging sie durch den dunklen Flur und weiter durch das dunkle Wohnzimmer, hin zum Fenster, um durch einen Spalt zwischen den zugezogenen Vorhängen hinaus auf die Straße schauen zu können. Haru war nirgendwo mehr zu sehen. Keine Überraschung, aber Lucia war trotzdem einen Moment lang enttäuscht.
Einen Moment lang, bis das Deckenlicht über ihr aufleuchtete. Obwohl der Lichtschalter am anderen Ende des Raumes war.
Lucia wirbelte herum, gerade rechtzeitig, um Schock in dem Gesicht eines Mannes aufblitzen zu sehen, der ihr noch nie in ihrem Leben begegnet war. "Oh mein Gott", hörte sie ihn sagen, bevor sein Mund in sprachlosem Entsetzen offen stehen blieb.
"Ich hab's dir gesagt!", schrie ein zweiter, den Lucia nicht gleich erkennen konnte. "Ich hab's dir gesagt! Ich hab dir gesagt, die Bitch wohnt hier!"
"Halt doch mal deine Fresse!", herrschte der Erste ihn an.
"Aber ich hatte recht!" Es war mehr überdrehter Triumph als Selbstzufriedenheit, und es machte Lucia Angst.
Sie merkte gar nicht richtig, was in den nächsten Sekunden geschah. Sie hatte diese Typen nie vorher gesehen, und sie konnte sich nicht erklären, wann sie von ihnen gesehen worden war. Sie wollte fliehen, aber sie wurde fast schneller eingefangen, als sie zur Flucht ansetzen konnte. Federn wirbelten durch die Luft, als der Erste in ihre Flügel griff und eine Handvoll ausriss. Lucia wusste, dass sie schrie, auch wenn sie es nicht hörte.
Dann kamen die Messer und Lucia wusste, dass sie da waren, weil sie wusste, wie sich Klingen auf ihrem Rücken anfühlten. Aber sie hatte noch nie gewusst, wie man Messern entkam. Und Vater war nicht mehr da, um sie vor ihnen zu beschützen. Und als sie schrie, war es der einzige Name, an den sie sich erinnern konnte.
"HARU!"


Mutations Anima*/*Weißkopfseeadler*/*Haus X mit Gwen und Haru

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#43

RE: Darkness of white - Lucia / Haru

in Zweier RPGs 07.10.2013 20:14
von Haru • Zweitchara von Damian | 97 Beiträge

Haru rannte. Er rannte weil er so viel schneller den richtigen Weg finden würde. Warum nur sah immer alles so gleich aus? Waren sie vorhin an dieser Ecke vorbei gekommen? War das Haus vorhin beleuchtet? Die Stimme riet ihm aufzugeben. Doch Haru weigerte sich. Er weigerte sich wie sein ganzes Leben lang schon, einfach aufzugeben. Also rannte er. Er rannte wie am Abend zuvor, bis ihm seine Seiten stachen und die Lunge brannte. Bis zu diesem Punkt, als es plötzlich ganz leicht war. Plözlich liefen seine Beine von ganz alleine einen Weg, der sich so richtig anfühlten. Und genauso Plötzlich hielten sie an. Hier hatte er sie verabschiedet. Und nun? Wo musste er hin?
Er wollte schon einen Schritt nach rechts gehen, als ein heller Schrei, halb Frau halb Vogel die Nachtstille zerriss. Irgendwo klirrte etwas und dann...
"HARU!"
Was auch immer in seiner Brust saß, es drängte ihn innerhalb von Sekunden zu einem Eingang, eine Treppe hinauf bis vor eine Tür. Schwer atmend stand er einen Herzschlag lang davor ohne sich zu rühren als ein weiterer Schrei erklang, und Haru dachte nicht lange nach. Er hob den Fuß und ließ ihn auf die Tür niedersausen, welche mit einem lauten Krachen aus dem Schloss riss und gegen eine Wand dahinter rummste. Haru eilte hinein und drehte den Kopf zu der einzigen Lichtquelle in der Wohnung. Und dort sah er sie. Zwei Männer, wie sie über Lucia hockten. Es musste wehtun so gehalten zu werden. Zwei Männer, wie sie mit einem Messer an den Flügeln herumschnitten. Wie sehr konnten schmerzen brennen? Haru stand im Türrahmen. Er hatte nicht einmal bemerkt wie er bis dorthin gegangen war. Er stand einfach nur da und starrte sie mit seiner Ausdruckslosen Miene an. Die Männer hatten ihn bemerkt und in ihrem Tun angehalten und starrten überrascht zurück. So standen sie sekunden lang. Die Männer Haru anstarrend, Haru auf ihre Hände starrend.
Es musste so weh tun.
Es tat weh.
Sie taten ihr weh.
Sie taten seiner Lucia weh!
"Verpiss di-"
Der Mann kam nicht einmal dazu den Satz zuende zu sprechen. Haru war auf ihn zu gestürmt, hatte ihn am Haarschopf gepackt und von Lucia fort gerissen. Ohne seine Kraft zu zügeln, gab er dem Mann solchen Schwung, dass er gegen die Wand krachte. Der andere war zu verdutzt um schnell genug zu handeln. Haru entwand ihm das Messer, drehte sein Handgelenk herum, bis es knackte und zog ihn dann von Lucia herunter. So hielt er ihn fest. Seine Miene noch immer Ausdruckslos, doch in seinen Augen loderte etwas. Etwas, das sich dahinter verbarg, das an seinem Brustkorb kratzte und laut brüllte.
"Lass mich los du mistiges Arschloch."
Haru hob das Kinn ein Stück und drehte den Kopf ein wenig zur Seite.
"Mistiges Arschloch, he? Das ist aber nicht nett."
Er verdrehte das Handgelenk ein Stück weiter und der Mann schrie auf.
"Scheiße verdammt! Bist du irre? Wir haben ihr nur das gegeben was sie verdient!"
Hinter sich hörte Haru den zweiten Mann aufstehen und auf sie zustürmen. Schneller als er es von sich selbst erwartet hätte drehte er sich halb herum, dass die Faust, die eigentlich sein GEsicht treffen sollte, dass des Mannes mit dem verdrehten Handgelenk traf. Er griff auch die Faust des Angreifers und zog die beiden zueinander, dass sie gegeneinander schlugen. Ihre Köpfe trafen einander und ein hässliches knirschendes Geräusch durchzog den Raum. Der Mann mit dem verdrehten Handgelenk fiel ohnmächtig zu Boden. Der andere jedoch ließ nicht locker und versuchte Haru in die Weichteile zu treten. Mit einem kleinen Hüpfer nach hinten wich dieser jedoch aus und schnalste tadelnd mit der Zunge.
"Ah, ah, ah! Die brauch ich noch." Dann griff er den Mann und trat zum Fenster. Mit seiner Freien Hand schlug er es ein. Ein brennender schmerz breitete sich in seinem Arm aus. Er musste sich geschnitten haben. Egal. Er legte den Mann rückwärts über das Fensterbrett, dass dessen Kopf nach draußen ragte. Die Augen, des Mannes waren Angstgeweitet.
"Alter, es war nur spaß, Mann! Mach kein Scheiß!"
Haru ließ ihn ein Stück weiter aus dem Fenster rutschen. Es roch nach Urin. Der Mann hatte sich in die Hosen gemacht.
"Spaß, hm? Ist das hier dann nicht nach deinem Geschmack? Macht dich das nicht geil? Anderen Leuten die GLiedmaßen ab zu schneiden- Ich sollte dich Kastrieren! Du bist nichts weiter als ein-" Haru hielt inne, ihm fiel das Wort nicht ein! Ohne den Mann los zu lassen, griff er in seine Manteltasche und holte ein kleines Schwarzes Notibuch hervor. Er blätterte mit einer Hand etwas schwerlich darin, bis er das Wort gefunden hatte. Er steckte das Notizheft wieder zurück und wandte sich dem Mann wieder zu.
"-ein perfides Subjekt!" Doch es hatte gar keinen Sinn mehr. Der Mann war ebenfalls ohnmächtig geworden. Haru schnaubte verächtlich und ließ den Mann los welcher zurück in den Raum glitt und wie eine Puppe zusammensackte.
Haru steckte das Messer ebenfalls in seine Manteltasche und drehte sich zu Lucia um. Sein Gesicht war wieder normal. Seine Augen sanft und voller Sorge.
"HEy, kannst du laufen?"
Doch ohne sie antworten zu lassen, griff er wieder unter sie und hob sie mit aller behutsamkeit hoch um sie aus dem Raum zu bringen. Er lief hinaus in den Flur und bemerkte die herausgerissene Tür.
"Ich habe deine Tür kaputt gemacht. Sorry." Er war stehengeblieben und sah ihr in das Gesicht. Es war schweißbedeckt und ihr wunderschönes Haar klebte daran. So gut es ging, wischte er es ihr ein wenig aus der Stirn. Dann setzte er sie auf der Treppe ab und sah sie an.
"Hast du da drin irgendwas, was du unbedingt brauchst?" Egal was sie mitnehmen wollen würde. Ob es Diamanten, ihr Bett oder ihr lieblingspaar Socken war, er würde es ihr holen und dann mit ihr verschwinden. Wer wusste schon, wie lange die Männer noch ohnmächtig blieben.


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